Radwege Aktuell

Informationen zu touristischen Radwegen in Deutschland

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Auf dem Radweg der Geschichte, die Romantische Straße!

Auf den Spuren der Romantik führt die beliebteste deutsche Touristikroute vom Main in Würzburg durch das fränkische Weinland bis nach Füssen am Anfang der Alpen. Der Radweg entlang der Romantischen Straße erfreut sich durch die vielen schönen Flusstäler, die zahlreichen Schlösser und historischen Städte einer großen Beliebtheit. Ein Weg mit 270 romantischen Kilometern, von Würzburg bis Donauwörth, wird als individuelle Radreise angeboten.

Erfunden wurde die romantische Straße im Jahre 1950 in Augsburg. Die Erfinder wollten an die große Bedeutung Deutschlands in der europäischen Geschichte erinnern. Entlang bedeutender mittelalterlicher Reichsstädte wurde die Romantische Straße gegründet. Damit sollte das negative Bild Deutschlands für ausländische Touristen Lebensfreude und Vielfältigkeit zeigen, so hofften die Gründer.  Amerikanische Besatzungssoldaten mit ihren Familien waren die ersten Touristen und es wurden immer mehr. Inzwischen ist die „Romantic Road“  für 93% der Japaner ein Begriff.

Wer heute die Strecke von Würzburg bis nach Donauwörth zurücklegt, wird bei dem Anblick der Kulisse an Reichtum, Erdgeschichte, Kunst und  zweitausend Jahre alter Kultur fasziniert sein. Erdgeschichtliches kann in der Würzburger Residenz und in den mittelalterlichen Städten Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsbühl besichtigt werden. Nördlingen mit seinen wertvollen Kunstwerken und der rundum begehbaren Stadtmauer ist neben vielen anderen kulturellen Höhepunkten einen Besuch wert. Landschaftlich reizvolle Gegenden werden im fränkischen Weinland oder im lieblichen Taubertal durchfahren. Auch andere romantischen Flusstäler von Main, Wörnitz und Lech laden zu lauschigen Picknicks ein. In Donauwörth endet die Fahrt direkt an der Donau.

Es empfiehlt sich diese abwechslungsreiche und einzigartige Tour auf dem gut ausgebauten Radweg zu erkunden. Viele gastfreundliche Wirtshäuser und Hotels stärken den Radler vor der Weiterfahrt oder laden zum Verweilen ein. Der Radreiseveranstalter Velociped organisiert für eine acht tägige Tour die Übernachtungen und den Gepäcktransport. So wird bei einer individuellen Radreise die sich wandelnde Kulturlandschaft zu einem intensiven Erlebnis.

Havelradweg, rund um Berlin!

Der Havelradweg ist in den letzten Jahren sehr gut ausgebaut worden. Meist können Radfahrer auf asphaltierten Radwegen oder ruhigen Nebenstraßen gemütlich durch die Landschaft radeln. Velociped Fahrradreisen bietet eine acht-tägige Radreise durch die Spree-Havel-Region rund um Berlin an. Entlang der Havel mit ihren vielen Seen im Westen und den wunderschönen Landschaftsschutzgebieten im Norden geht es durch dicht bewachsene Alleen zum Naturpark Märkische Schweiz im Osten, bevor im Süden Berlins die waldreiche Spree-Dahmelandschaft entdeckt wird.

Start und Ziel dieser naturnahen Rundreise ist Potsdam. Hier ist ein Stadtbummel absolut zu empfehlen. Das Holländische Viertel beeindruckt mit etwa 150 Backsteinhäusern. Ein Besuch von Schloss Sanssouci oder Schloss Cecilienhof lohnt sich ebenfalls. Erholung bieten zahlreiche historische Parks und Gärten der Stadt. Von Potsdam aus führt die Route über die Glienicker Brücke direkt am Wasser zur sehenswerten Pfaueninsel. Mit der Fähre geht es über den Wannsee, ehe die Radtour entlang der Havel Richtung Spandau fortgesetzt wird. Von hier aus führt ein neu ausgebauter Radweg in das Naturschutzgebiet Briesetal. Bei diesem idyllischen Streckenabschnitt lädt der Wandlitzsee zu einem erfrischenden Bad ein. Vorbei am Liepnitzsee geht die Radtour anschließend auf schönen Waldwegen nach Bernau. Hier kann das Heimatmuseum besichtigt werden, welches mit dem Hungerturm verbunden ist. Dieser kann seit 1994 von Besuchern bestiegen werden und bietet einen herrlichen Ausblick auf die Stadt.

Über dicht gewachsene Alleen, breite Landwirtschaftswege und schmale Kopfsteinpflasterstraßen führt die Strecke über Strausberg in die Märkische Schweiz nach Buckow mit dem sehenswerten Brecht-Weigl-Haus am Schermützelsee. Durch ruhige Landschaften geht es weiter nach Mönchwinkel, wo der mäandrierende Lauf der Spree bestaunt werden kann. Bis nach Fürstenwalde verläuft die Strecke auf dem Spreeradweg. Ganz in der Nähe in Bad Saarow befindet sich eine Thermen-Erlebnis-Welt, die zum entspannen einlädt. Anschließend führt die Radtour durch die waldreiche Dahmelandschaft im Süden Berlins. Weitläufige Seen, verbunden durch schmale Kanäle und verzweigte Flussläufe, fügen sich zu einem idealen Erholungsgebiet für Radfahrer und Freizeitkapitäne.

Zum Ende der Radtour wird die ehemalige Grenze West-Berlins erreicht. Von hier aus geht es über eine Strecke von 30 Kilometern auf dem Mauerradweg Richtung Potsdam. Die Fahrt auf dem ehemaligen Grenzstreifen ist für jeden Radfahrer ein unvergessliches Erlebnis und bietet den gelungenen Abschluss einer abwechslungsreichen Radtour rund um Berlin mit Start und Ziel in der sehenswerten Stadt Potsdam.

Saaleradweg, zur Weinlese ideal!

Vom Spätsommer bis in den Herbst ist in Mitteleuropa die Zeit der Weinlese. Für die Qualität des Weines ist der richtige Zeitpunkt der Ernte ausschlaggebend und für den Winzer entscheidet sich in dieser Zeit ob die Mühen des ganzen Jahres von Erfolg gekrönt werden.
Auch im Weinanbaugebiet an Saale und Unstrut liegt zur Lesezeit Aufregung in der Luft, viele fleißige Hände, bereitstehende Maschinen und immer den Blick zum Himmel, ob das Wetter hält. Im Süden von Sachsen-Anhalt, hineinragend bis nach Thüringen liegt mit etwa 640 Hektar eines der kleineren Weinanbaugebiete Deutschlands. Der Wein von dort ist von hoher Qualität traditionell trocken und, typisch für diese Gegen, leicht säuerlich mit feinwürzigem Bouquet.
Die über 1000 Jahre alten Weinberge schmiegen sich in grüne verschlungene Flusstäler der Saale und Unstrut. Beliebt nicht nur bei Weinliebhabern ist diese Gegend wegen ihrer vielen Burgen und Schlösser, die das Ufer der Saale säume. Manch eine stolze Stadt erzählt auf dem Weg von einer historischen Vergangenheit. Für Radfahrer ist dies eine interessante Kombination aus schönem Flussradweg, Kultur und Geschichte. Der Radreiseveranstaler Velociped bietet eine acht tägige Radreise von Saalfeld bis zur Elbmündung bei Barby an. Die Dornburger Schlösser bei Jena, der weltberühmte Naumburger Dom oder das längste Gradierwerk Europas sind nur einige Sehenswürdigkeiten, die auf dieser Tour mit dem Rad entdeckt werden können.
Der Saaleradweg zeichnet sich aus durch Kultur und Geschichte, Natur, Romantik und Weinanbau. Gerade vom Spätsommer bis in den Herbst lohnt sich ein Blick in die Weinberge, vielleicht ist ja genau dann die spannende Zeit der Weinlese.

Die Weinleese

Geheimtipp Lahnradweg: Jetzt Leihrad kostenlos!

Die Lahn entspringt im Rothaargebirge und fließt durch abwechslungsreiche Landschaften und kulturhistorisch interessante Städte bis nach Lahnstein, wo sie in den Rhein mündet.  Der Mittel- und Unterlauf der Lahn ist schiffbar und verfügt über eine Vielzahl von kleinen Schleusen, welche hauptsächlich von Kanus und kleinen Booten befahren werden. Eingebettet zwischen dem Taunus und dem Westerwald  fließt der Fluss größtenteils durch das ruhige romantische Lahntal. Der Kanuwanderweg gehört zu den beliebtesten in Deutschland und auch der Radwanderweg erfreut sich durch die Ursprünglichkeit der Natur großer Beliebtheit.

Attraktiv für Radfahrer sind auch die zahlreichen Städte und Orte, die den 145 Kilometer langen Lauf der Lahn säumen. Zu den Bekanntesten zählt wohl die Domstadt Limburg, aber auch die Goethestadt Wetzlar, die märchenhaften Schlösser in Giesen und Weilburg sind einen Besuch wert. Hinter den zahlreichen Windungen des Flusses versteckt sich manch eine mittelalterliche Burg. Trotz vieler Sehenswürdigkeiten ist das Lahntal bisher vom Massentourismus verschont geblieben

Der Reiseveranstalter Velociped hat sich auf Radreisen an deutschen Flüssen spezialisiert. Das Lahntal kann auch ein untrainierter Radfahrer in sieben Tagen durchqueren. Der Weg ist gut befestigt und ohne nennenswerte Steigungen.  Als Geheimtipp sei an dieser Stelle erwähnt, dass alle die im August 2010 eine Radtour an die Lahn mit Velociped machen ein kostenloses Leihrad erhalten. Dies macht für spontane Buchungen eine komfortable An- und Abreise möglich.

Die Landschaft rund um die Lahn vereint kulturelles Interesse, die Möglichkeiten sich aktiv beim Radfahren zu bewegen und die Stille und Schönheit unberührter Natur zu genießen.

Lahnradweg

Moselradweg: Von Trier nach Koblenz

Der Moselradweg bietet attraktive Landschaften, mildes Klima und gemütliche Winzerdörfer. Der Fluss wird von steilen Hängen flankiert, die mit Weinreben bedeckt sind. Burgen und Ruinen am Fluss erzählen die Geschichten dieser Region. Die Römer haben prächtige Paläste, Amphitheater, riesige Badeanlagen, Brücken, Wasserleitungen und vieles mehr errichtet, während fränkische Könige und Erzbischöfe Burgen, Kirchen und Klöster hinterließen. Die Qualität der Radwege an der Mosel ist hervorragend. Der Moselradweg verläuft meist auf befestigten oder asphaltierten Straßen und Radwegen.

Ausgangsort für die Radtour auf dem Moselradweg ist die Römerstadt Trier. In dessen historischer Innenstadt sind vor allem eine Besichtigung der Kaiserthermen sowie der Porta Nigra lohnenswert. Die Kaiserthermen sind die Überreste einer großflächigen römischen Badeanlage, die heute noch als eindrucksvolle Ruine besichtigt werden kann. Die Porta Nigra ist ein ehemaliges römisches Stadttor. Es gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Nach diesen Eindrücken der Universitätsstadt Trier führt der Radweg nach Trittenheim. Vorbei an der Ruine der Villa Rustica wartet in Trittenheim der Weinlehrpfad. Er informiert über das Arbeitsjahr des Winzers und die regionalen Rebsorten.

Den ältesten Weinort Deutschlands erreichen Radfahrer auf dem Moselradweg mit Neumagen-Dhron. Bunte Fachwerkhäuser und kleine Gassen verleihen Bernkastel-Kues ein besonderes Flair. Anschließend führt der Radweg zum bekannten und traditionsreichen Moselweinort Zeltingen-Rachtig. Hier bietet sich für eine Übernachtung der Zeltinger Hof an, der kürzlich als fahrradfreundlicher Gastbetrieb des Monats Juli in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde.

Zeltingen-Rachtig umgibt eine traumhafte Landschaft von Wald und Weinbergen. Architektonische Kostbarkeiten des Jugendstils verleihen dem Doppelstädtchen einen ganz besonderen Charme. Der Moselradweg führt von dort aus weiter nach Enkirch. Die moselländische Fachwerkarchitektur ist in diesem Weinort besonders sehenswert, bevor die Tour durch das Weinanbaugebiet „Zeller Schwarze Katz“ fortgesetzt wird. Über Zell und Beilstein geht es anschließend nach Cochem. Die beeindruckende Reichsburg Cochem erhebt sich 100 Meter über der Mosel und bietet eine unvergessliche Burgbesichtigung.

Herrlich eingebettet in die ursprüngliche Natur liegt die mittelalterliche Burg Eltz. Sie zählt zu den schönsten sowie besterhaltenen Burgen Deutschlands und bietet Besuchern einen tollen Ausblick auf die umliegenden Landschaften. Die letzten Kilometer auf dem Moselradweg sind noch einmal geprägt von typisch moselländischen Weinorten wie Kobern-Gondorf und Winningen. In Koblenz am Deutschen Eck mündet die Mosel in den Rhein. Hier endet der abwechslungsreiche Radweg mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden, der eindrucksvollen Landschaft und den einladenden Winzerdörfern.  Für die Rückreise mit der Bahn sind aus Koblenz gute Verbindungen in alle Richtungen vorhanden.

Am Moselradweg

Weiter Blick vom Moselradweg

Saarradweg: Von Saarbrücken nach Trier

Auf dem Saarradweg ist besonders die Strecke von Saarbrücken nach Trier zu empfehlen. Radfahrer erwartet auf diesem Abschnitt eine Länge von circa 110 Kilometern. Die Qualität der Wege ist ausgesprochen gut. Von Saarbrücken nach Trier sind Radfahrer durchgehend auf Radwegen entlang des Flusses unterwegs.

Für eine Radtour auf dem Saarradweg bietet sich eine 4-tägige Reise mit Start in Saarbrücken an. Die wechselnde Landeszugehörigkeit dieser Stadt hat bleibende Einflüsse aus Frankreich hinterlassen. Vor allem die französische Küche hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Ein Besuch des St. Johanner Markt mit seinen vielen Kneipen, Bistros und Restaurants ist daher sehr lohnenswert. Darüber hinaus kann im Saarbrücker Stadtteil Alt-Saarbrücken die Ludwigskirche besichtigt werden. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und gilt neben der Dresdner Frauenkirche und dem Hamburger „Michel“ als eine der bedeutendsten, evangelisch-barocken Kirchenbauten Deutschlands.

Der flache Saarradweg führt von Saarbrücken, durch ein ehemaliges Kohleabbaugebiet, nach Völklingen. Hier sollte unbedingt ein Besuch der Völklinger Hütte eingeplant werden. Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Eisenwerk, das 1873 gegründet wurde. Seit 1994 gehört es zum Weltkulturerbe der UNESCO. Faszinierende dunkle Gänge und eine beeindruckende Aussichtsplattform am Hochofen warten hier auf Besucher. Anschließend führt der Radweg weiter nach Saarlouis. Aus dem 19.Jahrhundert stammende Festungsanlagen und eine sehenswerte Altstadt gibt es hier zu entdecken. Alte Wälle und Gräben sind harmonisch ins Stadtbild integriert und verschönern die Grünanlagen oder werden von der Gastronomie genutzt.

Auf dem Weg nach Mettlach führt der Saarradweg durch das Merziger Land. Eine atemberaubende Aussicht auf die Saarschleife bietet der Aussichtspunkt „Cloef“, bevor die kleine Stadt Mettlach erreicht wird. Hier kann das Erlebniszentrum von Villeroy & Boch besichtigt werden. Anschließend geht es durch waldreiches Gebiet nach Saarburg, über dessen verwinkelten Gassen majestätisch die Burg thront. Ein einzigartiges Naturschauspiel mitten in der Stadt bietet ein Wasserfall, der über Felskaskaden 20 Meter in die Tiefe stürzt.

Über Konz führt der Radweg zum Zielort der Tour nach Trier. In dessen historischer Innenstadt sind vor allem eine Besichtigung der Kaiserthermen sowie der Porta Nigra lohnenswert. Die Kaiserthermen sind die Überreste einer großflächigen römischen Badeanlage, die heute noch als eindrucksvolle Ruine besichtigt werden kann. Die Porta Nigra ist ein ehemaliges römisches Stadttor. Es gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Nach diesen Eindrücken der Universitätsstadt Trier kann die Radreise optional auf dem Moselradweg bis nach Koblenz fortgesetzt werden, wo die Mosel in den Rhein mündet.

Ausblick vom Saarradweg

Atemberaubender Blick auf die Saarschleife

Spreeradweg: Von Cottbus nach Berlin

Der Spreeradweg hat insgesamt von der Quelle bis nach Berlin eine Länge von 410 Kilometern. Die Strecke von Cottbus bis Berlin beträgt etwa 250 Kilometer. Die Wegequalität entlang der Spree ist fast durchgängig sehr gut. Der größte Teil des Radweges verläuft auf neu asphaltierten Fahrradwegen. Um das Gebiet der Spree ausgiebig zu erkunden, bietet sich eine 8-tägige Radtour von Cottbus nach Berlin-Köpenick an.

Cottbus hat als Ausgangsort der Radtour bereits einige Sehenswürdigkeiten für Besucher zu bieten. Der idyllische Branitzer Park und das Pücklerschloss sind ebenso einen Besuch wert, wie die schön restaurierte Altstadt. Von dort führt die erste Etappe in die alte Festungsstadt Peitz. Auf dem Weg kommen die Radfahrer an dem beeindruckenden Naturparadies „Peitzer Teiche“ vorbei. In Peitz kann das Hüttenmuseum besichtigt werden, bevor die Radtour Richtung Burg fortgesetzt wird. Burg gilt als Zentrum der sorbischen Kultur, die sich durch die Abgeschiedenheit der Region bis heute erstaunlich lebendig erhalten hat. Die Sorben sind ein westslawisches Volk, das in Deutschland als nationale Minderheit anerkannt ist. In diesem Zusammenhang lohnt sich ein Abstecher nach Vetschau, wo sich die deutsch-sorbische Doppelkirche befindet. Darüber hinaus kann hier das Informationszentrum der Weißstörche besucht werden.

Malerische Landschaften am Spreeradweg

Richtung Lübbenau führt der Spreeradweg entlang von Fließe und Kanälen durch den Hochwald. Die verzweigten Flussarme üben eine ganz besondere Faszination aus. In Lübben wird das bunte Treiben der Spreewaldhäfen bestaunt, bevor die Radfahrer den Oberspreewald verlassen. Im Anschluss wartet mit Schlepzig das schönste Dorf des Unterspreewaldes. Das agrarhistorische Museum bietet hier beispielsweise tiefe Eindrücke vom Leben der Spreewaldbauern in früherer Zeit. Hinter Schlepzig erwartet die Radfahrer eine malerische Landschaft. Neuendorfersee und Schwielochsee liegen herrlich eingebettet in den umliegenden Moränenhügeln. Ganz in der Nähe befindet sich das märkische Städtchen Beeskow mit einer mittelalterlichen Befestigung. Die Burg in Beeskow beherbergt ein Heimat- und Kulturmuseum zur Geschichte der Region.

Durch weite Spreeauen und üppige Natur geht die gemütliche Fahrt über Fürstenwalde weiter Richtung Berlin. In Erkner lohnt sich der Besuch des Gerhard-Hauptmann-Hauses. Der 30 Meter hohe Müggelturm bietet einen traumhaften Ausblick auf das umliegende Land. Zum Ende der Radtour geht es auf dem Spreeradweg an den grünen Rand Berlins zum Hauptmann von Köpenick. Diesem können Besucher vor dem Rathaus die Hand schütteln. Zum Abschluss bietet sich ein Bummel durch die Altstadt von Köpenick an. In der Nähe ist das barocke Wasserschloss der Hohenzollern zu bewundern. Wer möchte, kann seinen Urlaub fortsetzen und weitere, schöne Tage in Berlin verbringen. Für die Heimreise aus der Hauptstadt stehen sämtliche Verkehrswege offen.

Am Spreeradweg entlang

Herrliche Naturlandschaften des Spreewaldes

Lahnradweg: Herrlich eingebettet zwischen Taunus und Westerwald

Der Lahnradweg erstreckt sich von der Quelle bei Netphen bis nach Lahnstein an der Rhein-Mündung. 248 Kilometer schlängelt er sich durch das Tal zwischen Taunus und Westerwald. Dieser Weg entlang der Lahn bietet auch weniger trainierten Radfahrern einen geruhsamen Aktivurlaub, da sie keine  starken Steigungen zu befürchten haben. Je nach Kondition und persönlicher Fitness können pro Tag Etappen von 50 bis 100 Kilometern zurückgelegt werden.

Der Lahnradweg ist mit vier Sternen als Qualitätsroute klassifiziert. Damit wird die gute Qualität der Wege, Unterkünfte und Gastronomie ausgezeichnet. Darüber hinaus ist dieser Radweg besonders ruhig und abgeschieden. Die weiten Naturschutzgebiete laden zu Erholung und Entspannung ein. Für Kulturinteressierte bieten die zahlreichen historischen Altstädte viele Sehenswürdigkeiten, deren Besichtigung sich lohnt.

Auf dem Lahnradweg von Bad Laasphe nach Lahnstein

Als Ausgangsort für die Tour bietet sich Bad Laasphe an, da der Kurort über eine gute Zuganbindung verfügt. Von dort geht es weiter über Biedenkopf in die hessische Stadt Marburg. In der Universitätsstadt befindet sich die berühmte Elisabethkirche. Die „Grube Fortuna“, ein stillgelegtes Eisenerzbergwerk, kann in Wetzlar besichtigt werden. Als weitere Ausflugsziele können märchenhafte Schlösser in Gießen und Weilburg ebenso entdeckt werden, wie die komplett unter Denkmalschutz gestellte Altstadt von Limburg mit dem weltberühmten Dom. Das Barockschloss in Diez und das Kloster Arnstein laden im Verlauf des Lahnradweges zu einem Zwischenstopp ein, ehe der Kurort Bad Ems erreicht wird, wo eines der schönsten und traditionsreichsten Heilbäder Deutschlands zu finden ist.

Der Lahnradweg endet an der Rheinmündung in Lahnstein. Die Radtour kann aber wahlweise auch noch ein kleines Stück bis Koblenz oder Braubach fortgesetzt werden. Nicht sehr weit davon entfernt befindet sich außerdem die Loreley. Eine Besichtigung dieses berühmten Schieferfelsens kann den Abschluss einer erholsamen und dennoch ereignisreichen Radtour bilden.

Herrlicher Blick vom Lahnradweg

Ruhiges Ambiente am Lahnradweg

Ostseeradweg: Von Flensburg nach Lübeck

Der Ostseeradweg von Flensburg nach Lübeck führt über eine Strecke von 430 Kilometern. Die Radfahrer erwartet eine abwechslungsreiche Küstenlandschaft mit Wäldern, Mooren, Windmühlen und verträumten Fischerdörfern. Ausgangsort der Radtour ist Deutschlands nördlichste Stadt. Hier bieten sich ein Bummel durch die Altstadt und ein Besuch der Hafenpromenade an, bevor der Radelurlaub beginnt.

Mit dem Rad geht es entlang der Flensburger Förde nach Glücksburg. Hier erwartet den Besucher eine beeindruckende Wasserburg. Ganz in der Nähe befindet sich der schönste Rosengarten, den Norddeutschland zu bieten hat. Auf einer Fläche von einem Hektar bestaunen Rosenliebhaber und Gartenfreunde die Königin der Blumen. Durch das beschauliche Angeln führt die Strecke weiter nach Kappeln. Hier fährt Deutschlands nördlichste Museumseisenbahn von Kappeln nach Süderbrarup und zurück. Auf dem Weg nach Eckernförde können das bekannte Ostseebad Damp und das Herrenhaus Ludwigsburg besucht werden. Palmen am Strand von Eckernförde sorgen dafür, dass entspannte Südseegefühle aufkommen. Darüber hinaus lädt die hübsche Altstadt mit ihren bunten Fachwerkhäusern dazu ein, gemütlich durch die Gassen zu schlendern.

Schifffahrt in Kiel am Ostseeradweg

Das folgende Etappenziel ist Kiel. Hier treffen moderne Architektur und Jahrhunderte alte Gebäude aufeinander. Das Schifffahrtsmuseum ist ebenso einen Besuch wert, wie der Hafen. Am Tiessenkai wartet ein beschauliches Ambiente mit alten Frachtenseglern und dem Holtenauer Leuchtturm. Per Schiff geht es von Kiel weiter nach Laboe. Hier gibt es die Möglichkeit eine meeresbiologische Station und ein U-Boot aus dem 2.Weltkrieg zu besichtigen. Beschauliche Seebäder, weite Strände und stattliche Güter im Hinterland begleiten den Ostseeradweg zur Hohwachter Bucht. Diese begeistert mit einem kilometerlangen Sandstrand und der teilweise 20 Meter hohen Steilküste.

Ganz in der Nähe liegt Heiligenhafen, dessen mit 5 Sternen klassifizierter Yachthafen bei Seglern sehr beliebt ist. Von hier geht es weiter zur nächsten großen Ostseebucht, der Lübecker Bucht. In Grömitz wartet eines der ältesten und größten Seebäder der Ostseeküste. Hier tobt das Leben auf der Strandpromenade in dem sehr beliebten Urlaubsort. Über Neustadt führt der Radweg weiter nach Travemünde. Dieses Teilstück ist besonders reizvoll, weil es meist entlang der Strände und Strandpromenaden der Ostseebäder Haffkrug, Scharbeutz und Timmendorfer Strand geht. Bademöglichkeiten soweit das Auge reicht sowie Cafés, Restaurants, Boutiquen und Geschäfte auf der Promenade sorgen für ein absolutes Highlight der Radtour.

Ganz in der Nähe befindet sich jetzt bereits das Ziel in Lübeck. Die Altstadt mit seinen Kirchen, Klöstern, schmalen Gängen und stolzen Bürgerhäusern sollten Besucher sich nicht entgehen lassen. Sehenswert ist vor allem das weltbekannte Buddenbrockhaus. Einen wunderschönen Blick über die Altstadt bietet sich von dem 50 Meter hohen Kirchturm der Petrikirche. Zum Abschluss der Tour können sich hier die Radfahrer noch das Lübecker Marzipan schmecken lassen. Von Lübeck aus kann anschließend die Heimreise angetreten werden. Wer möchte, kann die Tour auf dem Ostseeradweg bis nach Stralsund oder Usedom fortsetzen.

Am Ostseeradweg entlang

Kurze Rast am Ostseeradweg zwischen Flensburg und Lübeck

Ostseeradweg: Von Lübeck nach Stralsund

Der Ostseeradweg von Lübeck nach Stralsund führt über eine Strecke von etwa 300 Kilometern. Bereits Lübeck als Ausgangsort der Tour hält einige Sehenswürdigkeiten für Besucher parat. Das Holstentor beispielsweise ist wohl das bekannteste, noch erhaltene Stadttor des Spätmittelalters in Deutschland. Darüber hinaus ist das weltbekannte Buddenbrockhaus ebenso einen Besuch wert, wie Lübecks Altstadt. Hier gibt es neben ansehnlichen Kirchen und Klöstern auch charmante Geschäfte und originelle Lokale.

Nur wenige Kilometer von Lübeck entfernt liegt Travemünde, wo das traditionsreiche Ostseebad auf die Reise einstimmt. Mit der Fähre kommen die Radfahrer nach Priwall und radeln durch den reizvollen Klützer Winkel zum Ostseebad Boltenhagen. Vorbei an Steilküsten und kurzen Strandabschnitten entlang der Wismarer Bucht geht es in die Hansestadt. Mit seinen prachtvollen Bauten gehört Wismar zu den schönsten Städten Mecklenburg-Vorpommerns. Ein Bummel durch die Altstadt ist daher sehr lohnenswert, vor allem weil diese während des Krieges weitgehend verschont wurde.

Kühlungsborn und Warnemünde am Ostseeradweg

Entlang der Mecklenburger Bucht geht es auf einer flachen Strecke gemütlich nach Kühlungsborn. In diesem beliebten Ferienort können Besucher bei einem Strandspaziergang die Seele baumeln lassen. Der Küste folgend, entlang schöner Strände, führt der Ostseeradweg nach Warnemünde. Empfehlenswert ist ein Spaziergang entlang der Warnow, wo alte Fischerboote und große Segelyachten festmachen. Nicht weit von Warnemünde entfernt liegt Rostock. Wer die Stadt erkunden möchte, erreicht diese mit einem Nahverkehrszug innerhalb von einer halben Stunde.

Nach dem Verlassen von Warnemünde geht es auf dem Ostseeradweg durch weite, beeindruckende Kiefernwälder. Entlang schöner Badestrände und über den Hochuferweg führt die Radtour nach Wustrow sowie zur Künstlerkolonie Ahrenshoop. Bunte Reetdachhäuser machen das Flair dieser Gegend aus und laden zu einer Pause in einem netten Café ein. Im Anschluss geht es durch den „Darßer Urwald“ weiter Richtung Prerow. Hier bietet sich ein Ausflug zum Weststrand an, um die sehenswerte, wilde Küstenlandschaft zu entdecken. Auf dem Weg nach Barth wird der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erkundet. Hier befinden sich einige der wichtigsten Vogelzugstationen für Kraniche und Graugänse.

Ganz in der Nähe ist jetzt bereits Stralsund, der Zielort der Radtour. Sehenswert ist hier vor allem das Rathaus, welches zu den schönsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik zählt. Auch die umfassend restaurierte St. Nikolaikirche ist einen Besuch wert. Darüber hinaus kann in Stralsund zum Abschluss noch einmal die Hafenatmosphäre genossen werden, um die Reise entlang der Ostseeküste gemütlich ausklingen zu lassen.

Am Ostseeradweg entlang

Frische Meeresluft der Ostsee genießen

Ostseeradweg: Von Stralsund nach Usedom

Der Ostseeradweg von Stralsund nach Usedom führt über eine Strecke von etwa 180 Kilometern. Auf die Radfahrer warten stille Winkel und Wälder, bizarre Küstenlinien, idyllische Seen und natürliche Biotope mit Graureiherkolonien. Usedom lockt mit seinem traumhaften, 40 Kilometer langen Sandstrand und den nostalgischen Seebädern. Ausgangsort der Radtour ist Stralsund. Hier empfiehlt es sich etwas Zeit mitzubringen, um das beeindruckende Rathaus zu besichtigen. Es zählt zu den schönsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik.

Die erste Etappe der Tour führt nach Greifswald. Herrliche Radstrecken auf alten Alleen bringen die Radfahrer nach Brandshagen zur Kormorankolonie. Die einmalige Gelegenheit für Hobbyfotografen beeindruckende Fotomotive dieser Vögel zu erhalten. Nach diesem Naturschauspiel taucht schon bald die Silhouette des Greifswalder Doms auf. Lohnenswert ist vor allem eine Besichtigung der Altstadt von Greifswald. An den bekanntesten Sohn der Stadt erinnert der Caspar-David-Friedrich-Bildweg.

Der Ostseeradweg auf Usedom

Durch das ruhige Hinterland führt der Ostseeradweg weiter nach Wolgast, dem Eingangstor zur Insel Usedom. Gemütlich rollen die Radfahrer quer über die Insel zur Seeseite. Über Trassenheide geht dieser Abschnitt durch ein Dünenwäldchen zum Seebad Zinnowitz. Hier werden Besucher der Strandpromenade mit einem herrlichen Blick auf das Meer belohnt. Vom Strand aus zeigt ein malerisches Panorama den weiten Küstenverlauf von Peenemünde bis Koserow.

Der Ostseeradweg führt weiter zu den drei Seebädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Heringsdorf ist das eleganteste und älteste Seebad auf Usedom. Der herrlich weiße Sandstrand lädt zu einer Pause ein, um Sonnenschein und Meeresblick zu genießen. Über die Strandpromenade ist Heringsdorf mit Bansin und Ahlbeck verbunden. Hier kann nach Lust und Laune ausgiebig flaniert werden.

Im Anschluss an das bunte Treiben der Seebäder erwartet die Radfahrer die Ruhe und Beschaulichkeit des Hinterlandes. In den Seen und Bächen dieser Landschaft tummeln sich Seeotter. Im weiteren Verlauf der Radtour wird der Ort, dem die Insel seinen Namen zu verdanken hat, Usedom erreicht. Bei Anklam schließlich verlassen die Radfahrer die Insel wieder und die Tour neigt sich langsam seinem Ende entgegen. Anklam bietet die Möglichkeit mit dem Zug zurück nach Stralsund zu gelangen, wo die Radtour mit der entspannten Hafenatmosphäre der Stadt einen würdigen Abschluss findet.

Am Ostseeradweg entlang

Erfrischendes Bad in der Ostsee

Oder-Neiße-Radweg: Von Zittau bis zur Ostsee

Der Oder-Neiße-Radweg ist Deutschlands östlichster Radfernweg. Er wurde vor einigen Jahren sogar zur Modellroute für das deutschlandweite Radfernwegenetz auserwählt. Einheitliche Qualitätsstandards ließen einen der beliebtesten Radwege Deutschlands entstehen. Seine Gesamtlänge von der Quelle bis zur Ostseeküste beträgt 630 Kilometer und  ist bestens ausgebaut. Meist verläuft die Route in Flussnähe auf Radwegen und ruhigen Landstraßen.

Für eine Radtour von Zittau bis zur Ostsee bietet es sich an, 10 Tage einzuplanen. In Zittau stoßen die Grenzen Deutschlands, Polens und Tschechiens aneinander. In der sehenswerten, historischen Altstadt ist vor allem der Kulturpfad zu empfehlen. Dieser führt zu Rathaus, Marstall und Blumenuhr. Außerdem kann das berühmte Zittauer Fastentuch in der Kreuzkirche besichtigt werden.

Auf dem Weg Richtung Görlitz treffen Radfahrer auf das malerisch gelegene Barockkloster Marienthal. Ganz in der Nähe befindet sich die energieökologische Modellstadt Ostritz. Sie war Teil der EXPO 2000 und hat sich der Nutzung regenerativer Energiequellen verschrieben. Ein absolutes Highlight der Tour ist die Stadt Görlitz. Die makellos restaurierte Altstadt zählt zu den schönsten in Deutschland. Viele historische Gebäude aus verschiedenen Epochen schmücken die Stadt.

Fürst-Pückler-Park am Oder-Neiße-Radweg

Durch Wald- und Heidelandschaft geht es entlang der Neiße weiter nach Bad Muskau. Hier wartet mit dem Fürst-Pückler-Park ein UNESCO-Weltkulturerbe auf die Besucher. Er zählt zu den größten Landschaftsparks Europas und bietet außergewöhnliche Naturerlebnisse, die hervorragend mit dem Fahrrad erkundet werden können. Im weiteren Verlauf erreicht der Oder-Neiße-Radweg den ostdeutschen Rosengarten. Hier staunen Reisende über 40.000 Rosen, die auf zwei Flussinseln erblühen. Nur einige Kilometer entfernt erinnern riesige Krater an den Braunkohletagebau in der Lausitz, der heute rekultiviert wird. Bei Ratzdorf mündet die Neiße in die Oder. Der Radweg führt hier größtenteils auf dem Oderdeich Richtung Frankfurt. Ein kurzer Abstecher zum Kloster Neuzelle ist lohnenswert. Seine barocke Stiftskirche und die Schwarzbierbrauerei laden zum Verweilen ein. Auch die St. Nikolaikirche in Eisenhüttenstadt ist sehenswert.

Die Strecke durch den Oderbruch fasziniert mit seiner herrlichen Natur. Kurz hinter Frankfurt führt der Oder-Neiße-Radweg auf die Lebuser Höhen, wo sich eine fantastische Aussicht bietet. Auf dem Weg nach Schwedt bietet sich ein Abstecher zum Schiffshebewerk Niederfinow an. Das technische Meisterwerk wurde 1934 in Betrieb genommen und beeindruckt noch immer zahlreiche Besucher mit der Überwindung von 36 Höhenmetern. Durch den Nationalpark Unteres Odertal führt der Radweg weiter nach Mescherin. Hier trennt sich die Route Richtung Ostsee von der Oder, die auf polnischem Gebiet weiterfließt. Durch eine hügelige Landschaft geht es über Penkun mit seinem malerisch gelegenem Schloss nach Löcknitz.

Durch die Ueckermünder Heide führt die Radtour zum Stettiner Haff. In Ueckermünde kann das Haffmuseum besucht werden. Marienkirche, Hafen und Pommernschloss machen den Ortskern zu einem besonders sehenswerten Erlebnis. Ein schöner Radweg führt direkt vom Ueckermünder Hafen zum Sandstrand. Als Abschluss der Reise kann hier ein entspanntes Bad im Stettiner Haff genommen werden. Wer dabei auf den Geschmack gekommen ist, kann mit der Fähre nach Usedom übersetzen und dort seinen Urlaub verlängern.

Am Oder-Neiße-Radweg entlang

Herrlich ruhige Landschaften am Oder-Neiße-Radweg

Werra-Radweg: Von Meiningen nach Hannoversch-Münden

Der Werra-Radweg hat eine Gesamtlänge von 315 Kilometern. Von Meiningen bis nach Hannoversch-Münden sind es knapp 250 Kilometer. Der Großteil der Strecke verläuft auf gut befestigten oder asphaltierten Rad- und Wirtschaftswegen sowie auf ruhigen Nebenstraßen. Darüber hinaus gibt es wenige Steigungen und eine einheitliche, hervorragende Beschilderung.

Eine rechtzeitige Anreise in die historische Theaterstadt Meiningen ist lohnenswert. Zahlreiche Fachwerkhäuser bereichern die Altstadt und das Schloss Elisabethenburg beeindruckt mit mehreren Museen. Durch die historische Altstadt von Wasungen führt der Werra-Radweg in die Kurstadt Bad Salzungen. Hier erleben Besucher die vitalisierende Wirkung des in Deutschland einzigartigen Keltenbades. Durch die herrlichen Ausläufer der Rhön geht es Richtung Heringen. Bekannt ist der Ort für das Werra-Kalibergbau-Museum. Außerdem kann hier der „Monte Kali“ bestaunt werden. Dabei handelt es sich um einen der ungewöhnlichsten Berge Deutschlands, der durch den Kalibergbau entstanden ist.

Spritztour vom Werraradweg nach Eisenach

Vorbei an idyllischen Seen und durch erholsame Naturschutzgebiete bietet sich ein Abstecher nach Eisenach an. Besonders interessant ist hier die Wartburg. Sie zählt zu den historisch bedeutendsten Burgen Deutschlands und wurde 1999 sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Kurz darauf werden die Radfahrer von senkrecht aufragenden Kalkklippen entlang des Weges beeindruckt.

Durch die schönen Orte  Creuzburg und Treffurt führt die Radtour weiter nach Eschwege. Hier machen die Fachwerkbauten einen ganz besonderen Charme der Stadt aus, weil fränkische, niedersächsische und thüringische Holzbaukunst aus dem 17.Jahrhundert zu einer einzigartigen Stilrichtung vereint wurde. Vorbei an Skulpturen namhafter Künstler im Werra-Meißner-Land, lädt ein Solebad in Bad Sooden-Allendorf zum Besuch ein. Über Witzenhausen, durch das „Land der Kirschen“ führt die Radtour zum Zielort nach Hannoversch-Münden. Das mittelalterliche Stadtbild lädt dazu ein, gemütlich durch die Gassen zu schlendern. Darüber hinaus bietet sich zum Abschluss ein Besuch des Welfenschlosses an.  Die Tour auf dem Werra-Radweg endet damit ganz in der Nähe der größeren Stadt Kassel.

Am Werra-Radweg entlang

Der idyllische Flusslauf am Werra-Radweg

Weserradweg: Von Hannoversch-Münden nach Cuxhaven

Der Weserradweg von Hannoversch-Münden bis nach Cuxhaven hat eine Länge von rund 520 Kilometern. Die Route entlang der Weser verläuft meist auf ruhigen Feldwegen und Landstraßen sowie auf Rad- und Uferwegen. Fast ohne Steigungen und mit einer überwältigenden, landschaftlichen Vielfalt gehört dieser Radweg zu den attraktivsten in Deutschland. Um die gesamte Strecke des Weserradweges zu radeln, bietet es sich an 12 Tage einzuplanen.

Bereits die Altstadt von Hannoversch-Münden ist sehenswert. Neben den 700 Fachwerkhäusern ist das Weserrenaissance-Rathaus sehr beeindruckend. Unterwegs mit dem Fahrrad wird schon nach kurzer Zeit das Benediktinerkloster Bursfelde erreicht. Über Bad Karlshafen und Beverungen geht es Richtung Höxter. Durch das zweitgrößte, zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, vorbei an Schloss Fürstenberg, wird das Kloster Corvey erreicht. Nach dessen Besichtigung gelangen die Radfahrer nur wenig später zum nächsten kulturellen Highlight. Schloss Bevern zählt zu den prachtvollsten Bauten der Weserrenaissance.

Von Bodenwerder, der Stadt des Barons von Münchhausen, geht es weiter Richtung Hameln. In der mittelalterlichen Atmosphäre dieser Stadt wartet das malerische Schloss Hämelschenburg. Es gilt als Hauptwerk der Weserrenaissance. Im weiteren Verlauf der Tour lockt in Bad Oeynhausen der Jordansprudel. Hierbei handelt es sich um die größte, kohlensäurehaltige Thermalquelle der Erde.

Weserradweg in der norddeutschen Tiefebene

Nach Minden ändert sich die Landschaft, denn es geht in die norddeutsche Tiefebene. Hier führt der Weserradweg über Nienburg und durch kleine Dörfer zur Reiterstadt Verden. Weite Blicke über das flache Land sind hier möglich und stellen malerische Motive dar. Bremen befindet sich jetzt in unmittelbarer Nähe. Insbesondere das Bremer Rathaus sollten Besucher sich nicht entgehen lassen. Es zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Gotik und wurde 2004 zusammen mit dem Bremer Roland zum Weltkulturerbe ernannt.

In Brake lockt das Schifffahrtsmuseum im Telegrafenturm, bevor es auf dem Weserradweg weitergeht Richtung Bremerhaven. Entlang des Deiches führt der Weg die Radfahrer zur Küste Norddeutschlands. In Bremerhaven lohnt ein Besuch im „Schaufenster Fischereihafen“. In diesem Kultur- und Kommunikationszentrum befinden sich kleine Geschäfte, Kunsthandwerk, Restaurants und sogar ein Seefischkochstudio. Der Weg nach Cuxhaven führt die Radfahrer direkt entlang der Küste des niedersächsischen Wattenmeeres. Vorbei an alten Leuchttürmen und kleinen Fischerdörfern geht es in die Hafenstadt. Hier warten herrliche, weiße Strände auf die Besucher. Unter fachkundiger Begleitung kann darüber hinaus die Natur im Wattenmeer entdeckt werden. Cuxhaven ist der ideale Ort, um die Reise entspannt ausklingen zu lassen und mit einem Ausflug zur Insel Helgoland abzuschließen.

Am Weserradweg entlang

Idylle am Weserradweg

Rheinradweg: Von Mainz nach Köln

Der Rheinradweg stellt den Klassiker unter den Rheinreisen dar. Abhängig davon, welche Route zwischen Mainz und Köln gefahren wird, beträgt die Strecke zwischen 200 und 250 Kilometern.  Die Etappe entlang des Rheins verläuft fast ausschließlich auf asphaltierten und befestigten Rad- und Dammwegen oder auf ruhigen Landstraßen. Damit alle Highlights ausgiebig erkundet werden können, bietet sich eine 7-tägige Reise für diese Strecke an.

Schon für den Tag der Anreise nach Mainz sollte ausreichend Zeit mitgebracht werden. Das Römisch-Germanische Zentralmuseum, das Gutenberg-Museum, der Kaiserdom und das Kurfürstliche Schloss lohnen einen ausgiebigen Besuch. Das UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal bietet außerdem schon gleich zu Beginn der Radreise wunderschöne Strecken durch sanfte Weinhänge und bekannte Winzerorte. Auf dem Weg von Mainz nach Rüdesheim sind kleine Abstecher in die Fachwerkstadt Eltville und zum Kloster Eberbach zu empfehlen. Ein Zwischenstopp in Rüdesheim kann hervorragend für eine Weinprobe genutzt werden. Darüber hinaus begeistert hier der Besuch der weltberühmten Drosselgasse.

Mäandrierender Flusslauf am Rheinradweg

Der Rheinradweg hat auf der Strecke von Rüdesheim nach St. Goar prächtige Burgen parat. Unvergessliche Eindrücke hinterlassen die Loreley und der wunderschöne Ausblick auf die Rheinschleifen. Von St. Goar geht es weiter über Boppard nach Koblenz. Hier liegt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel das bekannte Deutsche Eck in einer der schönsten und ältesten Städte Deutschlands. Zwischen Koblenz und Bad Godesberg bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für eine kleine Pause, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Herrliche Thermalbäder und einladende Biergärten warten am Wegesrand. Mit dem Rheinschiff können Radfahrer die Strecke zur Abwechslung sogar vom Wasser aus genießen. In Bad Godesberg lädt die Godesburg zu einer Besichtigung ein. Hier erwartet den Besucher ein weiter, sensationeller Blick auf Bonn, den grünen Stadtbezirk Bad Godesberg, das Rheintal und das Siebengebirge.

Im weiteren Verlauf der Tour locken am Rheinradweg die Bonner Sehenswürdigkeiten zu einer ausgiebigen Erkundung der Stadt, ehe es weiter zum Zielort nach Köln geht. Hier steht vor allem das Wahrzeichen der Stadt im Mittelpunkt.  Der Kölner Dom ist eine der größten und bedeutendsten Kathedralen weltweit. Kunstwerke, die schon seit Jahrhunderten in der ganzen Welt bekannt und berühmt sind, können hier bestaunt werden. Mit diesem Highlight geht die sehenswerte Radtour in der schönen Domstadt zu Ende.

Ausblick vom Rheinradweg

Beeindruckender Ausblick auf die Rheinschleifen